Die Erneuerung des Helmholtzplatzes:

Ziel der Erneuerung der einzigen größeren Grünfläche im Gebiet um den Helmholtzplatz war es, den Platz für die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen zu gestalten. Dabei wurde schrittweise unter Beteiligung der Anwohner vorgegangen.

Platzhaus
Trafohaus 
Lehmbauaktion 
Windmobilé

Gemeinsam entwickelten von Januar bis Juni 1999 Anwohner, Politiker, Träger der Jugendhilfe und Sozialarbeit, Schulen und Kindertagesstätten sowie die zuständigen Ämter ein Gesamtkonzept für den Platz: “Ein Platz für Alle” sollte entstehen, der ein Nebeneinander der unterschiedlichen Bedürfnisse ermöglicht und Raum für gemeinsame Aktivitäten bietet.

Besondere Berücksichtigung fanden die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. Zunächst wurde der Spielbereich auf der westlichen Platzhälfte umgestaltet. Ein naturnaher Kleinkinder-Spielplatz, ein Ballspielplatz für ältere Kinder sowie Bereiche und Treffpunkte mit Tischtennisplatten für Jugendliche wurden neu geschaffen. Dieser Teil des Platzes wurde im Herbst 2015 mit einem Fest eröffnet.

Hier laden seit Juli 2016 Liegewiesen und Ruhebänke zum pausieren ein – mitten im geschäftigen Trubel des Kiezes entstand hier für die Bewohner eine grüne Oase, die von Frühling bis weit in den Herbst von allen Generationen intensivst genutzt wird.

Mit der abschließenden Gestaltung der Mittelpromenade wurden die baulichen Maßnahmen abgeschlossen. Heute ist der Helmholtzplatz tatsächlich ein “Platz für Alle” – hier tummeln sich alle Generationen und Bewohner aller sozialen Gruppen. Der neue Helmholtzplatz ist heute zentraler Treff- und Identifikationspunkt des Gebietes. Nun gilt es für uns alle, den Platz so schön zu erhalten wie er derzeit ist.

Das Platzhaus

Das PlatzHaus wurde renoviert und erhielt eine Terrasse. Seit der baulichen Fertigstellung bietet das PlatzHaus Anwohnern, Trägern und Initiativen die Möglichkeit eines nachbarschaftlichen Zentrums: hier finden Veranstaltungen für alle Generationen statt und es besteht die Möglichkeit, das Platzhaus für eigene private Veranstaltungen zu mieten.

Das Trafohaus

Nach dem Umbau des ehemaligen Transformatorenhauses konnte auch dieses Gebäude einer neuen Nutzung übergeben werden. Das Angebot eines Kinderfashionladens mit Aktionsgalerie trug maßgeblich zur Belebung des Platzes bei. Bei jedem Wetter locken der kleine Indoor-Sandkasten und die verschiedensten Bastelangebote die Jüngsten und ihre Eltern in das denkmalgerecht sanierte Trafohaus.

Lehmbauaktion und andere Aktivitäten auf dem Helmholtzplatz

Seit 1996 findet fast jedes Jahr im Frühling die Baukunstaktion “Lehmwörkeln” auf dem Helmholtzplatz statt. Kinder und Erwachsene können kreativ den Platz mit Kunst- und Bauwerken aus Lehm gestalten. Auf dem Aktionsplatz des Helmholtzplatzes entstehen innerhalb weniger Tage bis drei Meter hohe begehbare Figuren und Bauwerke. Ebenso auch kleine Kunstwerke, die jeder nach dem Trocknen mit nach Hause nehmen kann.Organisiert und fachkundig geleitet wird die Veranstaltung durch den “Bunte Kuh e.V.” aus Hamburg. Finanziell unterstützt wird die Veranstaltung “Lehmwörkeln” durch das Quartiersmanagement aus Mittel des Förderprogramms “Soziale Stadt” und aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements Helmholtzplatz..

Außerdem hat sich der Helmholtzplatz auch für viele andere Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche etabliert, wie zum Beispiel die “Sportaktion” (Fuß- und Federball-, sowie Tischtennis-Turniere), das Sommer- und das Drachenfest.

Windmobilé “Spurensuche”

Der Künstler Karsten Kunert beantragte die Förderung für die Installation der Großskulptur “Windmobilé” auf dem Helmholtzplatz aus dem Quartiersfonds.

Die Grundidee des Mobilés lehnt sich an den Baum als Symbol einer Dorfgemeinschaft an. Wie die Dorflinde sollte das Mobilé als Treffpunkt und Kommunikationsort für den Helmholtzkiez dienen. Dazu griff der Künstler verschiedene Elemente bei der Gestaltung der Skulptur auf und bezog die Anwohner aktiv in den Fertigungsprozess mit ein: Mit Hand- und Fußabdrücken hinterließen sie persönliche “Spuren” auf dem Sockel und den Segeln des Mobilés, die sich wie Schnitzereien in der Baumrinde auch noch nach Jahren wiederfinden lassen.

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